Nüchtern betrachtet

Hibiskusblütentee ist auch keine Lösung


Klaus Nüchtern
Feuilleton | aus FALTER 05/19 vom 30.01.2019

There' s a time to think /A time to drink /And a time to think about drink". Das hat Alfred Tennyson gesagt. Vielleicht war's aber auch ich. Jedenfalls denke ich derzeit viel über Getränke nach. Normalerweise tue ich das nicht, sondern trinke einfach: Vorfünf-Uhr-Getränke vor fünf Uhr und Nach-fünf-Uhr-Getränke nach fünf Uhr. Viel komplizierter wird's selten. Weil ich aber im Jänner immer Urlaub von den Nach-fünf-Uhr-Getränken mache, gerät mein "Equilibrium of Drink" (Alfred Tennyson, maybe) durcheinander, und ich muss darüber nachdenken, was ich trinken soll.

Das ist eine Dekadenzerscheinung. Ein Dachs ist vor solchem Quatsch gefeit. Der säuft aus dem nächsten Graben oder ordert ein Badger Best Bitter. Ich trinke gerne Igelbier aus Iglau, aber die Gaststätte, die bislang mein Vertrauen genoss, hat es zugunsten des mainstreamigen Großpopowitzer Ziegenbiers abgesetzt. Seitdem mache ich mich rar, was aber auch kein Loch ins Universum hauen wird. Obwohl ich glaube, in dieser

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