Der Kommentar des Chefredakteurs

Das Recht folge Herbert Kickl: Der Staat, den der Innenminister will

Herbert Kickl schraubt an den Sicherungen im Stromkasten der Staatsgewalt. Das wird auf Beamte durchschlagen


Florian Klenk

Falter & Meinung | aus FALTER 05/19 vom 30.01.2019

Kurz vor seinem Tod 2010 gab der auch in Wien forschende Historiker Tony Judt ein Buch mit dem Titel "Das vergessene Jahrhundert" (Hanser) heraus. Er versammelt darin seine Essays über bedeutende Intellektuelle des 20. Jahrhunderts und leitet sein Werk mit der Feststellung ein, dass wir die Erfahrungen, Schrecken und Lehren des 20. Jahrhunderts im Begriff sind zu vergessen.

Der Weg in den Holocaust, die Verheerungen der zwei großen Weltkriege, die Verbrechen des Stalinismus in Europa: Ihrer werde zwar in Museen, Gedenkstätten und vor Denkmälern gedacht, allerdings als etwas Vergangenes, Abgeschlossenes, das man von der eigenen Gegenwart abtrennen könne.

Die Katastrophe war gestern. Folter und Krieg, das sind die anderen. Stabile und sozialstaatlich organisierte demokratische Rechtsstaaten, so ist die derzeit regierende Generation Erasmus überzeugt, sind vor totalitären Versuchungen gefeit. Julian Reichelt, der 38-jährige Chefredakteur der Bild-Zeitung, ein Bewunderer von Sebastian

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