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IT-Kolumne


Anna Goldenberg

Medien | aus FALTER 05/19 vom 30.01.2019

Seit zwölf Jahren tummle ich mich in den sozialen Medien. Ich habe schon viel gesehen. Trotzdem gibt es Fragen, auf die ich noch keine Antworten gefunden habe. Erstens, in welchen Abständen ist es angebracht, das eigene Profilbild zu wechseln? Zu häufig verwirrt, zu selten auch. Zweitens, warum gelang es sms.at damals nicht, das österreichische Facebook zu werden? Auf der eigenen Seite konnte man schließlich die Hintergrundfarben selbst bestimmen.

Drittens, warum betteln Menschen gerne um Gefolgschaft? "Mir fehlen nur noch 50, dann hab ich 1000 Follower. Helft mir!" Offline wäre das verpönt ("Wer geht heute mit mir fort? Wir sind grad nur zu fünft"). Viertens, wieso kursieren online so viele Fotos von Bücherregalen, in denen die Buchrücken nach Farben sortiert sind? Das ist ja, als würde man im Supermarkt sämtliche Produkte nach Form sortieren (die Salamistange gleich neben der Gurke). Und fünftens, macht es Menschen tatsächlich Spaß, sich misszuverstehen, oder missverstehen sie sich tatsächlich? Ich habe schon viel gesehen.

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FALTER 16/19
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