Landrand Ruralismus

Schweine mag man nimmer immer

Gerlinde Pölsler über neue Schweinestall-Aufregungen


Gerlinde Pölsler

Landleben | aus FALTER 06/19 vom 06.02.2019

Schön langsam sollten die Alarmglocken schrillen: Das Land Steiermark muss jetzt doch eine Umweltverträglichkeitsprüfung für die "Gemeinschaftsferkelerzeugung Hainsdorf" machen. Sagt der Verwaltungsgerichtshof. Immerhin handelt es sich bei dem südsteirischen Betrieb um einen der größten Schweine-"Erzeuger" Österreichs: Mehr als 1300 Muttersauen "produzieren" hier rund 45.000 Ferkel pro Jahr.

Zuvor hatte schon das Bundesverwaltungsgericht unzureichende Erhebungen bemängelt. Auch diesen Vorwurf hat das Land nun schon öfter zu lesen bekommen. Und am Grazer Straflandesgericht läuft der Prozess gegen zwölf Schweinebauern wegen Gefährdung von Luft und Grundwasser. Auch hier kam zutage, dass Behörden jahrelang weggeschaut hatten.

Früher ließ man die Bauern machen, haben sie es doch wahrlich auch nicht leicht. Wer auf dem Land lebte, hatte sich eben mit Ställen, deren Begleitmusik und -gestank abzufinden. Doch heute fressen, atmen und koten da hunderte bis tausende Schweine und Hühner auf einem Haufen. Das wirkt sich auf die Umwelt aus. Gröber. Einfach laufen lassen geht nicht mehr.

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FALTER 17/19
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