Digitalia

IT-Kolumne


Anna Goldenberg

Medien | aus FALTER 06/19 vom 06.02.2019

Fünfzehn Jahre wird das soziale Netzwerk Facebook dieser Tage alt, und das Internet quillt über von kritischen ("der Teenie braucht endlich Grenzen", titelte stern.de), nostalgisch angehauchten ("Von 'Like' bis 'creepy'" war auf profil.at zu lesen) und bemüht ausgewogenen Artikeln zum Thema ("Ist das Netzwerk Fluch oder Segen?", fragte man sich auf swr.de).

Die Berichterstattung lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: Im Februar 2004 hätte niemand gedacht, dass der schluffige Harvard-Student Mark Zuckerberg einmal zum mächtigsten Mann der Welt wird, der schuld daran ist, dass Donald Trump an der Macht ist, wir uns nicht länger als zehn Minuten am Stück konzentrieren können und Katzenbabys zum Synonym für sinnlose Beschäftigung geworden sind. Schließlich war Facebook ja anfangs nichts anderes als eine Dating-Plattform für verkorkste amerikanische Collegestudenten, die dort erst ausführlich das Profil ihres "Love Interest" recherchieren konnten, bevor sie zur Tat schritten. Die Liebe ist eben mächtiger, als man denkt.

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FALTER 16/19
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