Trockene Schiffstaufe

Ein neuer Ort für Wiens freie Szene: Das Theater in der Münzwardeingasse wurde als TheaterArche neu eröffnet - mit einem Sportstück

Reportage: Martin Pesl | Feuilleton | aus FALTER 06/19 vom 06.02.2019

Sehr gut, sie haben die Klos neu gestrichen. An ihnen hatte man den Verfall des Theater Brett in Mariahilf am intensivsten gespürt. Das vom Prinzipalspaar Ludvík Kavín und Nika Brettschneider geleitete Haus war nach erfolgreichen Jahrzehnten von der Stadt Wien immer mehr ausgehungert worden. Statt Eigenproduktionen gab es zuletzt viele Vermietungen. Brettschneider starb 2018, jetzt hat ihr Sohn Jakub Kavin, 43, das Haus übernommen und leicht renoviert. Mit einem neuen Banner über dem Eingang blickt es als TheaterArche in die Zukunft, das Logo erinnert auf den ersten Blick an "Star Trek".

Die Neueröffnung fühlte sich dennoch weder futuristisch noch wie eine ausgelassene Party an, schließlich operiert auch Kavin junior mit wenig Geld, hauptsächlich aus Crowdfunding-Kampagnen. In der kühlen Ästhetik des Eingangsbereichs drängte man sich an Kassa und Garderobe zu Chips und Soletti, auch Hustenzuckerln in einer "Apotheke" waren zur freien Entnahme. Diese ist Teil der Foyergestaltung,

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