Landrand Ruralismus

Auf sie mit Geklapper!


Gerlinde Pölsler

Landleben | aus FALTER 07/19 vom 13.02.2019

Jetzt haben die Storchen-Kümmerer im burgenländischen Rust wieder Hochsaison: Am Wochenende haben sie neue Nester geflochten, bald kommt der Kranwagen zum Saubermachen und Ausbessern alter Horste. "Dann brauchen wir nur noch warten, bis sie kommen", sagt Storchenvereins-Obmann Josef Karassowitsch. Werden die Jungvögel flügge, heißt es wieder öfter ausrücken: "Wenn es Abstürze gibt, fangen wir sie ab und bringen sie in die Pflegestation."

Die Ehrenamtlichen vom Verein füttern auch jene Störche, die hier überwintern, und haben Wiesen als Futterplätze gepachtet. Lag der Storchenbestand bei der Vereinsgründung 1995 nur noch bei zwei, drei Paaren, so sind im letzten Sommer bereits 21 Paare mit 42 Jungvögeln auf Ruster Schornsteinen gehockt.

Heute ist Rust ohne Störche undenkbar, die Gäste wollen sie klappern hören. Die Gemeinde unterstützt den Verein, stellt Wiesen zur Verfügung, hilft bei Reparaturen. So haben alle was davon: Störche und ihre Förderer, Winzer und Hotels, die Gäste. Ganz schön schlau. Zumal für menschliche Verhältnisse. Störche nämlich, weiß Karassowitsch, "sind so gescheit, die sind uns Menschen überlegen".

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FALTER 16/19
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