Der Kampf um die Anständigen

Marion Dönhoff und die Suche nach moralischer Erneuerung im Deutschland nach den Nazis

Rezension: Werner A. Perger
Politik, FALTER 08/19 vom 20.02.2019

Sie gehörte zu den großen liberalen Gestalten der Bundesrepublik: Marion Gräfin Dönhoff (1909-2002). Sie hat die junge "BRD" mitgestaltet, als Beobachterin, Kommentatorin, Akteurin, respektiert bei der politischen Linken, verhasst unter den nationalen Rechten. Ihr Name ist verbunden mit ihrer herausragenden Rolle an der Spitze der Hamburger Wochenzeitung Die Zeit, einer im Grunde nationalkonservativen Nachkriegsgründung, aus der sie mit ein paar Gleichgesinnten die lange Zeit führende liberale Stimme des Landes machte, respektiert weit über dessen Grenzen hinaus.

Politisch geprägt haben sie die bittere Erfahrung des NS-Verbrechersystems, der Verlust der ostpreußischen Heimat und ihr liberalkonservativer adeliger Freundeskreis, der -elf Jahre nach Hitlers Machtergreifung -am 20. Juli 1944 vergeblich versuchte, dem verbrecherischen Spuk ein Ende zu bereiten. Daraus wurde ihr Lebensthema.

Davon und von der Verteidigung liberaler Werte gegen den totalen Machtanspruch illiberaler Nationalisten

  612 Wörter       3 Minuten
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