Fürchtet euch! Sie gehen wählen!

Im Februar 1919 durften Österreichs Frauen erstmals ihre Stimme abgeben. Bis dahin war es ein langer Kampf


Die Angst war groß. Als im Dezember 1918 das allgemeine Wahlrecht in die Verfassung geschrieben wurde, stellten Frauen die Mehrheit der stimmberechtigten Bevölkerung. Was, wenn nun alles aus den Fugen geriete?

Die Sozialdemokraten würden profitieren, fürchteten die Christlichsozialen, denn wer sonst sollte zur Wahl gehen außer den progressiven Frauen? Die Christlichsozialen würden gewinnen, zitterten die Sozialdemokraten. Frauen seien einfach zu sehr in Traditionen verhaftet. Die Deutschnationalen hatten ebenfalls Angst. Die beiden Massenparteien würden ihnen noch mehr Stimmen wegnehmen.

"In Wien", berichtete die Zeitschrift Wiener Bilder, "schlugen die Wellen der Wahlbewegung ganz besonders hoch und es gab in den letzten Wochen eine gigantische, fast amerikanische Wahlagitation, die sich in Luftfahrzeugen, Automobilen, Plakaten, Zetteln und lauten Umzügen austobte." Die Wahlen selbst, so ist nachzulesen, verliefen "entgegen manchen Befürchtungen in vollkommener Ruhe und Ordnung".

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