Wir lernen, wenn es für uns Sinn macht

Damit aus dem lebenslangen kein lebenslängliches Lernen wird, plädieren Forscher und Forscherinnen aus dem Bereich der Erwachsenenbildung für den Mut zur Lücke

Christina Rademacher
Bildung, FALTER 09/19 vom 27.02.2019

Die neue Software ist da, Ihr Chef hat eine Weiterbildung organisiert, doch Sie denken nur: Nicht schon wieder!? Dann ist es vielleicht ein Trost, dass solche Lernwiderstände ganz normal sind. "Sie gehören zum Lernen dazu wie die Luft zum Atmen", sagt Elke Gruber, Professorin für Erwachsenen-und Weiterbildung an der Universität Graz. Wir kennen sie nicht nur von unbeliebten Weiterbildungen, sondern auch aus dem Alltag, wo sie selbst Menschen treffen können, die ihr Geld mit Bildung verdienen.

Anke Grotlüschen, Professorin für Erwachsenenbildung an der Universität Hamburg, nennt ein Beispiel: "Ein Professor lernt nicht, die Espressomaschine zu bedienen, weil er sonst seinen Espresso selbst brühen müsste, statt das seiner Doktorandin zu überlassen." Übersetzt in eine wissenschaftliche Definition liest sich das: "Bei Lernwiderständen handelt es sich um die subjektiv gut begründete Abwehr von Lernzumutungen, deren problemlösendes Potenzial nicht erkennbar ist oder nicht erkannt

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