Das Panierte ist politisch

Die Köchin Sarah Wiener tritt für die Grünen bei der EU-Wahl an. Kein schlechter Fang


PORTRÄT: LUKAS MATZINGER

Politik, FALTER 09/19 vom 27.02.2019

Das ist jetzt aber nicht ihr Ernst. Die österreichischen Grünen, eine Partei, die für Programm, Kompetenz und Konsequenz gewählt werden will, stattet eine Fernsehköchin mit einem Promimandat aus. Die vor Jahrzehnten nach Deutschland ausgewanderte Sarah Wiener wird sich auf dem grünen Bundeskongress für die Liste zur EU-Wahl bewerben. Gleich auf Platz zwei, hinter Werner Kogler.

Während die deutschen Parteikollegen Kogler um seinen Coup beneideten, beschrieb der grüne Wiener Gemeinderat Martin Margulies ihre Kandidatur öffentlich als "Show". Einen Fehler sollte niemand machen: Sarah Wiener zu unterschätzen.

"Haben Sie reduzierte Ware?" war der Gospel ihrer Kindheit. Ihre Mutter ist die Zeichnerin Lore Heuermann, ihr Vater der Schriftsteller, Jazztrompeter und Kopf der Aktionisten Wiener Gruppe, Oswald Wiener. Die beiden zeugten drei Kinder in kurzer Zeit, der Vater verließ die Familie bald.

Wiener wuchs arm im dritten Bezirk auf, sie kam ins Lycée Français und dann zur strengen

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