Aus dem Deutungsrahmen gefallen

Die deutsche ARD will mit "Framing" die Debatte um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk beeinflussen. Darf sie das?

GASTKOMMENTAR: CHRISTOPH HOFINGER | Medien | aus FALTER 09/19 vom 27.02.2019

Ein von der ARD beauftragtes Gutachten des Berkeley International Framing Institute hat in Deutschland für Aufregung gesorgt. Auf 89 Seiten gibt Elisabeth Wehling, Sprachwissenschaftlerin und erfolgreiche Autorin ("Politisches Framing"), Empfehlungen für die Debatte um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Gebühren und die Konkurrenz mit Privatsendern. Dahinter liegt der richtige Gedanke, dass Sprache nie neutral ist, sondern nur über Deutungsrahmen ("Frames") verstanden werden kann. Und es sich daher auszahlt zu überlegen, ob die in der Öffentlichkeit verwendeten Wörter jene Frames aktivieren, die die eigenen Werthaltungen und Ziele tragen.

Für diejenigen, die öffentlich-rechtliche Sender grundsätzlich als Teil einer Verschwörung betrachten, war das Gutachten ein weiterer Beleg genau dafür. Aber die Empörung geht weit über die Kreise der "Lügenpresse!"-Rufer hinaus. "AfD oder ARD? Hier jedenfalls fällt die Unterscheidung schwer", ätzte etwa die Welt.

Ist diese harsche Kritik

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