Die Revolution von unten

Auf der Triennale von Mailand stellte das Wiener Designbüro EOOS ein Klo vor, das die Welt verändern könnte

Besuch: Matthias Dusini/Mailand
Stadtleben, FALTER 10/19 vom 06.03.2019

Mit dem Abwasser geht es aufwärts. Das Wiener Designstudio EOOS präsentierte auf der XXII. Triennale von Mailand einen Beitrag, der den Weltuntergang ein bisschen aufhalten könnte. Es handelt sich um eine Kloschüssel, die Urin und Fäkalien trennt. Der im Urin enthaltene Stickstoff ist eines der größten Umweltprobleme. Er macht die Flüsse kaputt und manche Küstenregionen unbewohnbar. Die vom Wiener Museum für angewandte Kunst organisierte "Toilet Revolution" veranschaulicht exemplarisch das Triennale-Thema der kaputten Natur.

Die unregelmäßig stattfindende Veranstaltung beschäftigt sich mit Architektur und Design und hat eine große Vergangenheit. Die Gründung geht auf die Zeit des Faschismus zurück, was dem Palazzo dell'Arte im Sempione-Park auch anzusehen ist. Monumentale Säulen und Torbögen schmücken die Ausstellungsräume. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Triennale dann Italiens Bühne für moderne Gestaltung. Irgendwann hatte sich das Konzept totgelaufen, aber nun

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