Stadtrand Urbanismus

Erfasst endlich den Leerstand in Wien!

Barbara Tóth will mehr über Leerstände in Wien wissen

Stadtleben | aus FALTER 10/19 vom 06.03.2019

Die Arbeiterkammer Wien baut ihre Wohn-und Mietrechtsberatung aus. Gut so, und lassen wir einmal beiseite, dass demnächst Arbeiterkammerwahlen sind und sich das gerade gut trifft. Denn die Frage "Wie leiste ich mir meine Miete?" kennt jeder, der nicht im Eigentum wohnt. Das beginnt bei Studierenden, die ein WG-Zimmer in Wien nicht mehr unter 400 Euro finden, und endet bei Jungfamilien, die weit mehr als das empfohlene Drittel ihres Familieneinkommens für ihre Altbauwohnungen innerhalb des Gürtels zahlen.

Was tun? Politische Ideen gab es schon viele. Die Leerstandsabgabe klingt vielversprechend, 2016 prüfte die Stadt Wien ihre Einführung. Grundsätzlich wäre sie rechtlich zulässig, Länder haben nämlich ein Abgabenerfindungsrechts. Danach geschah - nichts.

Hilfreich wäre allein schon zu wissen, von wie vielen Leerständen wir in Wien sprechen. Bis dato gibt es nur Schätzungen, die sie sich je nach schätzender Lobby oder Institution erheblich unterscheiden. 2015 wurden von der Stadtregierung 35.000 Wohnungen als leer gemeldet, davon 10.000 langfristig. Und jetzt?

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FALTER 16/19
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