Basics Grundkurs Kochen (453)

Olivenöl und Paprika, Gott erhalt's und geb uns Ofenhitz und Salz!

BT
Stadtleben, FALTER 10/19 vom 06.03.2019

Jetzt dauert es nicht mehr lange, bis der Bärlauch und dann der Spargel auf den Märkten, in den Supermarktregalen und auf den Speisekarten auftauchen. Bis es so weit ist und der Frühling auf dem Teller landet, lässt sich die Zeit gut mit rotem Spitzpaprika überbrücken.

Den gibt es in Bioqualität (etwa von Ja! Natürlich) aus Italien oder Spanien und er ist ungleich gschmackiger als die um diese Zeit auch schon eingeflogenen Paradeiser aus Europas Süden - von den Erdbeeren ganz zu schweigen.

Diese Paprikasorte ist in der Zubereitung dankbar, weil man sie nicht unbedingt häuten muss, wenn man darauf achtet, dass die Haut beim Grillen im Ofen nicht verkohlt. Sie schmeckt auch mit Haut köstlich, saftig-süß und vollmundig.

Die Spitzparika -pro Person als Antipasti ein bis zwei, als Hauptgericht zwei bis drei -waschen, den Stängel entfernen, seitlich einmal aufschneiden, Kerne entfernen und auffalten. Auf ein mit Backpapier belegtes Ofenblech mit der Haut nach oben legen, mit Olivenöl beträufeln und bei etwa 180 Grad ins Rohr mit Grillfunktion schieben. Es dauert nicht sehr lange, je nach Ofen zehn bis 15 Minuten, bis die Paprika gar sind. Zuerst bläht sich die Haut auf, dann bräunt sie. Noch bevor sie zu dunkel wird, raus mit dem Blech.

Wer die Paprika enthäuten will, legt sie entweder mit der Hautseite auf einen Teller oder eine Platte und lässt sie kurz ausdampfen, dann lässt sich die Haut leichter abziehen. Oder einfach so anrichten, mit frischem, grasigem Olivenöl würzen (das "Chiavalon Mlado" aus Istrien etwa ist köstlich, gibt es bei Delikroat in der Neubaugasse), mit knackigen Salzflocken bestreuen und lauwarm genießen.

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FALTER 20/19
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