Wie die Nummern an die Häuser kamen

Der Staat begann im 18. Jahrhundert Straßen systematisch zu erfassen. Die Orientierung hat dabei keine Rolle gespielt

Text: Lisa Wölfl
Stadtleben, FALTER 10/19 vom 06.03.2019

Marc-Aurel-Straße 9, 1010 Wien. Das ist die Adresse der Falter-Redaktion. Möchte ich den Weg dorthin wissen, kann ich die Adresse auf einem Stadtplan suchen oder sie -viel wahrscheinlicher -in meine App eintippen, und schon weiß ich genau, in welchem Haus die Redaktion sitzt. Das ist alles andere als selbstverständlich, denn Hausnummern gibt es erst seit dem Ende des 18. Jahrhunderts.

Eine Maßnahme zur Verbrechensbekämpfung -so sollten den Wienerinnen und Wienern die Hausnummern verkauft werden, als die Diskussion 1753 zum ersten Mal aufkam. Die Obrigkeit befürchtete starken Widerstand des Volkes und legte den Plan erst einmal auf Eis. Die Nummerierung verzögerte sich zwar, das Argument der Verbrechensbekämpfung aber setzte sich durch. Wir sind in der Zeit der Habsburgermonarchie, Maria Theresia regiert Österreich, Böhmen und Ungarn. Bisher musste man die Leute auf der Straße nach einem bestimmten Haus, nach einer bestimmten Person fragen und der Briefträger hatte es auch nicht

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