Boxer und Mahner - zum Tod des Kabarettisten Werner Schneyder


Nachruf: Matthias Dusini

Feuilleton | aus FALTER 10/19 vom 06.03.2019

Die Nachricht vom Tod des Kabarettisten und Autors Werner Schneyder kam überraschend. Vor zwei Jahren veröffentlichte er seine Memoiren, am 25. Februar sang er seiner Freundin Erika Pluhar noch ein Geburtstagsständchen. Gerade eben besuchte er in Wien eine Theateraufführung und verfasste seine letzte Zeit-Kolumne über eine Aufführung im Burgtheater. Am 2. März starb Schneyder in seiner Wiener Wohnung an Herzversagen. Er wurde 82 Jahre alt.

Schneyder wurde 1937 in Graz geboren und wuchs in Klagenfurt auf. Nach dem Publizistikstudium arbeitete er als freier Autor und Journalist. Bekannt wurde Schneyder dann vor allem auch in Deutschland als Kabarettist an der Seite des Münchner Kollegen Dieter Hildebrandt, mit dem er zwischen 1974 und 1982 fünf Programme auf die Bühne - und ins Fernsehen - brachte.

Hildebrandt und Schneyder knüpften an das sozialkritische Kabarett der Zwischenkriegszeit an. Die Satiren auf Kapitalismus und Parteipolitik hatten einen ernsten, leicht didaktischen Unterton.

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