Neue Platten

Feuilleton, FALTER 10/19 vom 06.03.2019

Pop

Die Heiterkeit: Was passiert ist

Nur ein halbes Jahr nach einem todtraurigen Solowerk (sinniger Titel: "13 Kinds of Happiness") legt die Hamburger Sängerin Stella Sommer schon wieder ein neues Album mit ihrer Band Die Heiterkeit vor. Von "Good Vibrations" sind die zehn Songs zwar auch weit entfernt, doch atmen Pop-Chansons wie "Das Wort" oder "Jeder Tag ist ein kleines Jahrhundert" bei allem spröden Charme auch eine angenehme Leichtigkeit. Manchmal winkt hier der gute, existenzielle Schlager der 1960er und 70er. (Buback) SF Live: Fluc, 21.3.

Global

Simon Zöchbauer: Achad

Auf die Vergangenheit folgt die Transzendenz. Der Komponist, Trompeter, Zitherspieler, Sänger und Improvisationskünstler Simon Zöchbauer, der vor allem mit dem Bläserensemble Federspiel bekannt wurde, lässt auf seinem ersten Soloalbum die traditionelle Musik hinter sich. Seine Kompositionen sind von spiritueller Inspiration getragen, kräftige Konturen schafft das Streicherinnenquartett Koehne, Zöchbauer füllt sie mit dem Weichen, Zarten und Sphärischen der Trompetenklänge. (col legno) SP Live: Radiokulturhaus, 6.3.

Klassik

Jan Lisiecki: Mendelssohn

Mit 14 Jahren veröffentlichte Jan Lisiecki seine erste CD mit Musik von Frédéric Chopin; jetzt, mit 23, ist sein bereits sechstes Album erschienen, mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy. Zu den zwei Klavierkonzerten reiht Lisiecki drei seiner Lieblingswerke für Soloklavier: das Venetianische Gondellied aus den "Liedern ohne Worte", die Variations sérieuses sowie das brillante Rondo Capriccioso. Wunderbare, viel zu selten gespielte Musik, die der kanadische Pianist souverän und mit viel Stilgefühl interpretiert. (DG) MDA

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FALTER 20/19
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