Was geil ist, bestimmen wir!

Zur Eröffnung des Festivals Imagetanz im Wiener Brut gibt sich das Performance-Kollektiv Henrike Iglesias pornografisch

Besuch: Martin Pesl/Düsseldorf | Feuilleton | aus FALTER 10/19 vom 06.03.2019

Kopfhörer auf. Die Stimme einer vermeintlichen Mitzuschauerin erklingt im Ohr, sie sinniert über das Zuschauen an sich. Dann betreten zwei Frauen die Bühne. Noch bevor man sich eine eigene Meinung über ihre sehr unterschiedlichen Körper bilden kann, sagt die Stimme: "Wow, da sind gerade zwei absolute Sexbomben reingekommen, sowas hab ich ja noch nie auf einer Bühne gesehen!"

Dass uns ja nicht einfällt, von oben herab zu urteilen, was geil ist und was nicht! Sexy ist, wer sich sexy fühlt. Punkt. Diese Wahrheit schafft sich die Performance "Oh My" des vierköpfigen Performance-Kollektivs Henrike Iglesias selbst und damit eine Voraussetzung für 70 befreiend lustvolle Minuten.

Ja, es geht um Sex in diesem Stück, auch um Porno, aber eben aus queerfeministischer Sicht. Für den Besuch von "Oh My" war der männliche Kritiker übrigens erst die zweite Wahl - die Falter-Theaterbeauftragte hatte keine Zeit. Der Abend wurde Ende Jänner in Düsseldorf gezeigt, bevor er am 8. März -passenderweise

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