Gelesen

Bücher, kurz besprochen


Raimund Löw

Politik | aus FALTER 11/19 vom 13.03.2019

Epochenwechsel

Wolfgang Petritsch war österreichischer Spitzendiplomat, nach den Jugoslawienkriegen trat er als Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina ins internationale Rampenlicht. Jetzt erweist sich der Kärntner Slowene und ehemalige Pressesprecher Bruno Kreiskys als Universalist. Egal, ob Donald Trump oder Wladimir Putin, Neoliberalismus, Populismus oder die Krise der EU: Das neue Buch des gelernten Historikers zeichnet gekonnt die Hintergründe der neuen Welt, die uns täglich mit neuen Wendungen überrascht. Petritsch zeigt, wie das von den USA geprägte internationale System des 20. Jahrhunderts in das Chaos des beginnenden 21. Jahrhunderts übergegangen ist. Entscheidend für das Ende des westlichen Nachkriegssystems waren zwei Faktoren: die Sackgasse, in die sich die USA durch den sogenannten Antiterrorkrieg nach 9/11 manövriert haben, und der rapide Aufstieg Chinas zur Weltmacht. Dazu kommen die unabsehbaren Folgen der Digitalisierung, die autoritäre Tendenzen erleichtert.

  305 Wörter       2 Minuten
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