Leere in Zahlen: Ein internes Papier zeigt die argen Statistiken der Kunsthalle Wien

MD | Feuilleton | aus FALTER 11/19 vom 13.03.2019

Das kommunale Ausstellungshaus hatte im Jahr 2017 rund 77.000 Besucherinnen und Besucher. Ein internes Papier nennt eine weitere, bisher unter Verschluss gehaltene Zahl. Lediglich rund 34.646 Gäste haben auch wirklich Eintritt gezahlt. Die Mehrheit, genau 42.500 Leute, ging gratis in das Kunsthaus. Auch die Kooperation mit dem Filmfestival Viennale, das in der Kunsthalle sein Zentrum einrichtete, verbesserte die Statistik. Im Ergebnis scheinen 12.500 Besucher auf, das sind etwa 15 Prozent aller Eintritte.

Die Aussagekraft von Besucherzahlen ist umstritten. Bei der Vorstellung des neuen Kuratorenteams WHW betonte die kaufmännische Geschäftsführerin Sigrid Mittersteiner, sie wolle den künstlerischen Erfolg nicht an der Zahl verkaufter Karten messen. Die Skepsis ist begründet: Blockbuster-Museen prahlen mit ihren Einnahmen und bringen dadurch Einrichtungen unter Druck, die experimentelle Kunst zeigen.

Dennoch geben Zahlen Aufschluss über den Zustand einer Institution, denn sie sind empirische

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