Pudan is klass

Mit einem Zwölf-Stunden-Konzert festigte Kurtl Kreisch seinen Ruf als ärgster Liedermacher von Wien


Hat die Frau da hinten gerade wirklich "Oaschpudan!" gerufen? Einen Zwischenruf wie diesen hört man in Konzerten selten. An diesem Abend im Kabarettlokal Aera aber wundert einen nichts mehr. Es ist kurz vor Mitternacht, und das Marathonkonzert von Kurtl Kreisch geht dem Ende zu. Unter dem Motto "Das Lebenswerk" brachte der Wiener Liedermacher zwölf Stunden lang sämtliche 100 Songs zur Aufführung, die er bisher geschrieben hat.

In sehr vielen davon - eigentlich in fast allen -werden primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale sowie mehr oder weniger gängige Sexualpraktiken sehr ungeniert beim Namen genannt. Und ja, selbstverständlich hat Kurtl Kreisch auch einen Song namens "Oaschpudan" im Repertoire. Der Ausruf der enthusiastischen Besucherin im Aera ist also bloß ein Musikwunsch. "Hamma schon gspielt", sagt der Künstler bedauernd.

Seit gut 40 Jahren ist Kurtl Kreisch schon im Showgeschäft. Den großen Durchbruch hat er nicht geschafft, aber in der Nische "Schmutzige Lieder" ist

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