Johannes der Täuscher

Der gedopte Langläufer Johannes Dürr hat den sauberen Sport beworben und Spenden für sein Comeback gesammelt. Jetzt wird klar: Er hat alle betrogen


Krimi: Lukas Matzinger

Politik | aus FALTER 11/19 vom 13.03.2019

Wer am Faschingsdienstag von Männern in Polizeiuniformen festgesetzt wird, hat in der Regel wenig zu befürchten. Und doch fand es Johannes Dürr wenig lustig, als am 5. März 2019 um 11.40 Uhr Kriminalbeamte mit einem Haftbefehl vor seinem Arbeitsplatz im Innsbrucker Zollamt standen.

Er, das größte Langlauftalent seiner Generation, der vor fünf Jahren nach seinem größten Rennen des Dopings überführt wurde. Der Stars wie Nicola Werdenigg, Robert Palfrader und den Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi für seine zweite Chance werben ließ und der der Welt beweisen wollte, dass es auch sauber geht. Der seine Lebensbeichte mit einem Schriftsteller und reichlich Sprachschaum in ein Buch füllte. Der Spenden für sein Comeback sammelte und in Vorträgen dopingfreien Sport bewarb. Er war schon wieder erwischt worden. Das Ende eines österreichischen Sportkrimis.

Johannes Dürr, geboren 1987, aufgewachsen als fünftes von acht Geschwistern in Göstling im südlichsten Niederösterreich.

  1421 Wörter       7 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige


Anzeige