Ins Visier genommen

Was bringt die Dokumentationsstelle für den "politischen Islam" nach Vorbild des DÖW?


Nachschau: Eva Konzett

Politik, FALTER 11/19 vom 13.03.2019

Die Aufgabe war einfach: Jörg Haider musste weg. So saß der junge Andreas Peham 1994 als Zivildiener in den Räumlichkeiten des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) und überklebte Buch für Buch das Konterfei des damaligen FPÖ-Chefs (1950-2008), das auf dem Cover des "Handbuchs des österreichischen Rechtsextremismus" neben der Reichskriegsflagge prangte. Das DÖW hatte das Buch herausgegeben. Haider hatte gegen die Darstellung als rechtsrechter Posterboy auf Unterlassung geklagt.

"Er hat nur das Cover bemängelt, nicht die inhaltliche Analyse", erklärt Peham. Beim DÖW, einer Stiftung, die seit 1963 unter anderem rechtsextreme und neonazistische Entwicklungen in Österreich beobachtet, dokumentiert und für die Öffentlichkeit aufbereitet, arbeitet er mittlerweile als Extremismusforscher. Was Peham und seine Kollegen hier leisten, will die Bundesregierung als Vorbild für eine neue, anderweitig verortete Meldestelle nehmen: eine für den, wie Türkis-Blau ihn

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