Philosoph auf Abwegen

Der französische Philosoph Bernard-Henri Lévy macht Theater für Europa -als aufwendiges Privatvergnügen

Begegnung: Martin Pesl/Brüssel
Feuilleton, FALTER 11/19 vom 13.03.2019

Eines muss man Bernard-Henri Lévy lassen: Als alter weißer Multimillionär könnte er alles Mögliche tun; er könnte zum Beispiel ein zorniger Frank Stronach werden oder auch einfach in Pension gehen. Stattdessen setzt er sich für Europa ein -mit bemerkenswertem Aufwand. Im Vorfeld der kommenden EU-Wahl tourt der bekannte Philosoph als Autor, Regisseur und Performer seines Theaterstücks "Looking for Europe" durch 20 Länder. Darin geht es um einen Mann in einem Hotel, der zwei Stunden Zeit hat, eine Rede über Europa vorzubereiten, und laut überlegt, was er sagen könnte.

Der Franzose Lévy erbte das Unternehmen seines Vaters, schrieb für die Zeitung Albert Camus' und lernte Jean-Paul Sartre kennen. Mit ihm überwarf er sich, dann gründete er mit Kollegen 1976 eine Gegenströmung, die antimarxistische "Nouvelle Philosophie". Seither schrieb er gut verkaufte und scharf kritisierte Bücher, betrieb investigativen Journalismus und verantwortete als Regisseur den angeblich zweitschlechtesten

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