Wie die niedliche Heidi nach Vietnam kam

In "weg" spielt Doris Knecht Stadt/Land und lässt eine psychisch labile Tochter verschwinden

Kritik: Stefan Ender
Feuilleton, FALTER 11/19 vom 13.03.2019

Lotte ist weg. Verschwunden. Also auf jeden Fall für Heidi nicht mehr am Handy erreichbar. Das wäre an sich schon schlimm genug für Charlottes überfürsorgliche Mutter. Doch Heidi sorgt sich in ihrem behaglichen Heim in der deutschen Provinz aus einem ganz konkreten Grund um ihre in Berlin studierende Tochter: Aufgrund einer durch Kiffen ausgelösten Psychose muss Lotte regelmäßig Medikamente nehmen. Wenn sie darauf vergisst, verwandelt sich ihr Leben in eine Kombination aus Achter-und Geisterbahn.

Also ruft Heidi Georg an. Georg ist Lottes Vater und betreibt im niederösterreichischen Kamptal ein Gasthaus. Die studentische Liebesaffäre zwischen Georg und Heidi war eine kurze, Charlotte ist deren fragile Frucht. Als Heidi endlich rausbekommt, dass Lotte mit einem Freund nach Vietnam geflogen ist, reist sie den beiden hinterher. Sie, die aus ihrem geliebten Spießeridyll nie wirklich rausgekommen ist (außer kurz zum Studium nach Wien), fliegt einmal um die halbe Welt -und Georg muss

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