7 Sachen, die Sie über PARKLETS nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 11/19 vom 13.03.2019

Ab dem Frühjahr soll es also wieder Parklets in Wien geben. Äh: Park... what?

Wikipedia sagt: "Die Erweiterung von Fußgängerflächen mittels Aufbauten auf Parkplatzflächen". Einfacher gesagt: Lebens-statt Parkraum.

Und wie sieht so ein Parklet aus?

Meist wird -auch um das Zuparken zu verhindern - ein Parkplatz mit Paletten, Pflanzen und fixen Sitzgelegenheiten umgestaltet. Fahrradabstellanlagen sind möglich -aber die Idee heißt "Mehr Platz für Menschen".

Ist das eine Wiener Erfindung?

Mitnichten! Es begann 2005: Da warfen in San Francisco ein paar Künstler Geld in Parkuhren - und stellten statt Autos ab eben Liegestühle auf.

Und in Europa?

2015 hatte Stuttgart das erste deutsche Parklet. Heute gibt es sie überall. In Wien gab es 2008 erste "Schaniparks" auf "befreiten" Parkplätzen. 2012 hieß das in Margareten dann beispielsweise "Urban Farm", 2015 wurden daraus "Grätzloasen". Und seit 2016 sagt man auch "Parklet".

Wie viele waren das denn bisher in Wien?

2016 gab es 15 "Grätzloasen", voriges Jahr 30 "Parklets": Es werden mehr.

Darf und kann das jede und jeder machen?

Grundsätzlich ja. Mit amtlicher Genehmigung, auf eigene Kosten - und vor dem eigenen Wohnhaus. Und nicht größer als zwei Autostellplätze.

Und darf ich in meinem Parklet dann Kaffee ausschenken?

Solange Sie dafür kein Geld verlangen, sollte das okay sein. Denn Parklets sind per definitionem konsumpflichtfreie Zonen -also keine Schanigärten.

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FALTER 16/19
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