Biedermänner, Biederfrauen und die Brandstifter

Die Philosophin Lisz Hirn seziert den gesellschaftspolitischen Backlash unter Türkis-Blau und spart nicht mit Kritik an urban-linken Milieus


Rezension: Barbara Tóth

Politik, FALTER 11/19 vom 13.03.2019

Geht' s noch!" Oder besser: "Geht' s noch?!" Verblüffung ist eine mögliche Reaktion auf den gesellschaftspolitischen Backlash der türkis-blauen Regierung. Verblüffung darüber, dass die Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) das Arbeitsmarktservice anweist, dass seine Berater Frauen, die nach der Geburt eines Kindes wieder arbeiten wollen, nicht mehr "über die längerfristigen Auswirkungen einer Teilzeitbeschäftigung" wie schlechtere Pension und Armut aufklären sollen. Sondern dass sie stattdessen für sie nach "qualifizierten Teilzeitstellen" suchen sollen, denn das neue Ziel für Frauen sei jetzt "echte Wahlfreiheit". Jetzt gebe es wieder "die freie Entscheidung, ob sie ihre Kinder selbst zu Hause erziehen, oder ob sie wieder teilzeitbeschäftigt oder voll arbeiten wollen".

Hartinger-Kleins neue Zielvorgaben kommen in Lisz Hirns neuem Buch gar nicht vor (sie wurden nach Drucklegung verkündet), aber die Philosophin -und Mutter eines Kindes im Kindergartenalter - musste nicht

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