Nüchtern betrachtet

Leb wohl, du kühnes, glitschiges Kind!

Feuilleton, FALTER 12/19 vom 20.03.2019

Compliance-Regeln, die darauf zielen, Korruption und Korrumpierung vorzubeugen, kennen bekanntlich das "Gebot der drei K". Es besagt, dass Beamtinnen und Beamte unter Wahrung ihrer Integrität lediglich berechtigt sind, Kalender, Kugelschreiber und Klumpert entgegenzunehmen. Das klingt aufs Erste plausibel, erinnert alliterativ unschön an eine bekannte Konföderation rassistischer Kackköpfe und ist etymologisch ein Vollverhau. Das Präfix für deverbale Nomina mit vorwiegend pejorativer Kollektivbedeutung ist in diesem Falle nämlich -analog zum "Graffl" oder "Gschlader" - den Konventionen des süddeutschen Sprachraums entsprechend mit stimmhaftem Anlaut zu notieren, also: Glumpert. Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, ich weiß das bloß von Kapazitäten und Kapazundern, die darüber Abhandlungen im Umfang des EKG (Evangelisches Kirchengesangsbuch) zu verfassen in der Lage sind. Tut mir leid, ich verzettle mich und möchte mich für diese gunk(e)leske Gscheithaubenhaftigkeit entschuldigen.

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