Wohin mit den Gotteskriegern?

Die Politik überbietet sich mit Vorschlägen, wie sie österreichische IS-Rückkehrer abwehren will. Zeit für Fakten


Bericht: Lukas Matzinger

Politik | aus FALTER 12/19 vom 20.03.2019

Sie ergeben sich zu Tausenden. Von ihrem Staat ist nur ein Dorf geblieben, ihre letzte Bastion ist Baghus an der Grenze Syriens zum Irak. Ihr Mythos liegt in Trümmern, ihr Kalifat ist bald Geschichte. Das kurdisch-arabische Milizbündnis Syrische Demokratische Kräfte kämpft am Fluss Euphrat gegen das, was vom Islamischen Staat übrig ist: eine Zeltsiedlung, Munitionsdepots, letzte Geld-und Goldreserven. Die Anti-IS-Koalition hilft mit Luftangriffen, Soldaten befreien Zivilisten und verhaften Dschihadisten. Tausende Kämpfer sitzen in kurdischen Gefängnissen, ihre Frauen und Kinder in Sperrzonen in Flüchtlingslagern. Manche Camps sind überfüllt, das Essen wird knapp.

Vor einem Monat wendete sich der USamerikanische Präsident Donald Trump über Twitter an die Staatengemeinschaft: Die europäischen Länder mögen ihre Staatsbürger unter den IS-Angehörigen zurücknehmen und ihnen den Prozess machen. Andernfalls lasse er sie frei. Es dürfte Trump gefallen, wie die Europäer über diese

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