"Man hatte Sex"

Geschlechterkampf kaschiert soziale Ungerechtigkeit: Die Kabarettistin Lisa Eckhart über Feministinnen und alte weiße Männer


Interview: Stefanie Panzenböck

Feuilleton | aus FALTER 12/19 vom 20.03.2019

Was täten junge weiße Gören ohne alte weiße Männer?", fragte die Kabarettistin Lisa Eckhart im Standard. "An wem kontrastierten sie ihre sakrosankte Weltsicht? Blieben sie ewig Antithese, die trotzig auf den Boden stampft?" Anlass für Eckharts Text war der Medienhype um das Buch der 25-jährigen deutschen Autorin Sophie Passmann (siehe auch Falter 11/19). Als Ur-Feindbild des Feminismus machte Passmann "Alte weiße Männer" aus, traf für ihre gleichnamige Publikation 16 von ihnen und prüfte in Interviews, inwiefern diese sich ihrer Privilegien bewusst und zur Verhaltensänderung im Sinne des Machtverlusts bereit wären. Warum diese Herangehensweise für Eckhart an den wahren Problemen vorbeiführt und der aktuelle Geschlechterkampf nur die sozialen Ungerechtigkeiten übertüncht, erklärt sie im Gespräch mit dem Falter.

Falter: Frau Eckhart, sind Sie Feministin?

Lisa Eckhart: In einer vernünftigen Debatte würde ich mich wohl als Feministin bezeichnen. Aber im aktuellen dominanten

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