Putin verstehen - aber richtig

143 Seiten braucht der britische Historiker Mark Galeotti, um den russischen Präsidenten und seine Rolle zu reflektieren

Rezension: Simone Brunner
Politik, FALTER 12/19 vom 20.03.2019

Hundert Jahre ist es her, dass der Schweizer Psychiater Hermann Rorschach seinen Probanden bunte Klecksbilder zeigte. Entscheidend war dabei nicht, wofür die Formen wirklich standen. Sondern nur das, was die Versuchspersonen in ihnen sahen. Dadurch wollte Rorschach Rückschlüsse auf ihre Psyche ziehen.

So ähnlich geht es der Welt heute mit Wladimir Putin, argumentiert der Russlandexperte Mark Galeotti in seinem neuen Buch "We Need to Talk About Putin". Bisher ist es nur in englischer Sprache erhältlich.

Längst ginge es in der Diskussion nicht um den Mann im Kreml, sondern das Bild, das wir uns von ihm machen. Dämon der Weltpolitik, Retter des christlichen Abendlandes oder eher Widersacher der USA? Zeig mir, welchen Putin du siehst -und ich sage dir, wer du bist. Putin ist für Galeotti ein politischer Rorschachtest.

Der britische Historiker forscht seit dem Zerfall der Sowjetunion intensiv über Russland. Heute sei es wichtiger denn je, schreibt er, die Politik des Kreml richtig zu deuten.

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