"Man könnte so viel daraus lernen"

Was sagt der rechtsextreme Terror von Christchurch über unsere Gesellschaft? Die Forscherin Natascha Strobl erklärt es


Interview: Lukas Matzinger

Politik | aus FALTER 12/19 vom 20.03.2019

Am Freitag um 13.38 Uhr Ortszeit fährt ein Mann in Tarnuniform zur Masjid-al-Noor-Moschee -so voll wie zum Freitagsgebet ist sie sonst nie. Er steigt aus seinem Auto, holt Gewehre aus dem Kofferraum und beginnt noch vor dem Eingang zu schießen. Der Schütze geht von Raum zu Raum und erschießt jeden Menschen, den er sieht. Auf seinem Helm ist eine Kamera montiert, er überträgt das Attentat live auf Facebook. 17 Minuten lang ist seine Aufnahme.

Er geht zurück ins Auto, fährt fünf Kilometer zur Moschee Linwood Islamic Centre und beginnt wieder zu morden. Ein Besucher stellt sich ihm entgegen, der Schütze flüchtet und wird um 14.17 Uhr festgenommen. Bis heute sind 50 Menschen gestorben, das jüngste Opfer war erst zwei Jahre alt. Die neuseeländische Stadt Christchurch wird nie wieder dieselbe sein.

Der Schütze ist ein 28-jähriger Australier namens Brenton Tarrant. Ein 73 Seiten langes Manifest, das er Minuten vor der Tat veröffentlicht hat, bezeugt seine Ideologie: Er wolle Angst

  902 Wörter       5 Minuten
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