Polen: Wir haben jetzt eine Berichterstattung wie im Sozialismus

Bartosz T. Wieliński
Medien, FALTER 13/19 vom 27.03.2019

Der Sommer 2015 war ein heißer Sommer für Polen. Das Ende der achtjährigen Regierungszeit der liberalen Bürgerplattform und die Machtübernahme durch die nationalkonservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) war abzusehen. Schon damals, drei Monaten vor den historischen Wahlen, gab es Warnzeichen, dass diese Partei andere Pläne hat, als den demokratischen Weg der Vorgänger weiterzugehen. "Im Herbst (also nach der Wahlen, Anm.) würde die neue Regierung sich um Ihren Gesundheitszustand kümmern", richtete die einflussreiche PiS-Abgeordnete Krystyna Pawłowicz der sehr kritischen Fernsehjournalistin Justyna Dobrosz-Oracz über Facebook aus. Sie bräuchte eine Erholung. Und so kam es dann auch, Dobrosz-Oracz wurde im Januar 2016 entlassen. "Es weht der Wind des Wandels", bekam sie von der Vorgesetzten zu hören. Im gleichen Jahr hat man mehr als 200 Journalisten der öffentlich-rechtlichen Medien entweder gefeuert oder zum Rücktritt gezwungen. Gehört hat man davon wenig. Schon

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