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Spät, aber doch: Weitere EU-Strafe für Google

AG
Medien, FALTER 13/19 vom 27.03.2019

Besser spät als nie: Vergangene Woche verkündete EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager, dass Google 1,49 Milliarden Euro Strafe zahlen muss. Der US-Konzern habe bei der Onlinesuche seine marktbeherrschende Stellung missbraucht. Konkret ging es um die Funktion "AdSense for Search", die anderen Internetseiten erlaubt, Google-Suchmasken inklusive Werbeanzeigen auf ihrer eigenen Seite einzubetten. Wer dieses Service benutzte, durfte allerdings keine Angebote anderer Suchmaschinenanbieter anzeigen, musste die Suchmaske prominent platzieren und von Google Zustimmung einholen, wenn andere Werbung geschaltet wurde. Das Verfahren gegen Google begann 2016; mittlerweile hat der Konzern die Regeln ohnehin schon gelockert.

Es ist die dritte EU-Strafe für Google. 2018 wurde Google zu einer Zahlung von 4,34 Milliarden Euro verurteilt, weil es Gerätehersteller zwang, auf Geräten mit dem Android-Betriebssystem (das Google gehört) Google-Apps vorzuinstallieren. Als Reaktion auf das Urteil änderte Google seine Vorgangsweise. Die Strafen gezahlt hat der Konzern noch nicht, weil er gegen die Urteile in Berufung geht. Das britische Magazin Computing berechnete, dass Google im Jahr 2018 -theoretisch -höhere Ausgaben für Strafen als für Steuern hatte.

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FALTER 21/19
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