Ungarn: Wie wir mit einem Chefredakteur für das ganze Land leben

Márton Gergely
Medien, FALTER 13/19 vom 27.03.2019

"Das Mediengesetz war der erste Schritt der Regierung von Viktor Orbán, ihre Kontrolle über unabhängige Institutionen und Organisationen in Ungarn auszudehnen, und der wichtigste Schritt, um das Narrativ der Regierung unreflektiert an breite Schichten der Bevölkerung zu bringen", so erinnert sich Zsolt Bogár, ehemaliger Redakteur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Er hatte 2011 nach dem Inkrafttreten des Mediengesetzes eine Schweigeminute in der morgendlichen Nachrichtensendung "180 Perc" eingelegt. Darauf wurde er mit seinem Moderator Attila Mong suspendiert, und die beiden durften nie wieder für das Radio arbeiten.

Das Ziel des Mediengesetzes war es, jede Unabhängigkeit und Eigeninitiative aus den Öffentlich-Rechtlichen zu tilgen. So entschied Orbán gleich nach seiner Wahl in Jahr 2010, die verschiedenen staatlichen Fernseh-und Radiosender mit der staatlichen Presseagentur MTI zusammenzulegen. Seitdem gibt es eine einzige Redaktion mit einem Chefredakteur, die alle Plattformen

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