20 Millionen Schwarzgeld für 200 Kilometer Bahn?

Der österreichische Baukonzern Swietelsky soll in Rumänien Amtsträger bestochen haben. Es geht um höchste Kreise


Bericht: Eva Konzett

Politik, FALTER 13/19 vom 27.03.2019

Die Kaution hat er in Goldbarren in eine Bank geschleppt, mit offenem Hemdkragen und Jeans stürmt er an diesem Maitag 2018 durch den Eingang der Korruptionsstaatsanwaltschaft DNA mit Sitz an der mondänen Știrbei-Vodă-Straße in der rumänischen Hauptstadt Bukarest: Sebastian Vlădescu.

Er war einmal einer der mächtigsten Männer des Landes, zweimal Finanzminister in den verrückten Jahren des Booms ab Mitte der 2000er-Jahre, als alles erlaubt und nichts unmöglich war, als westliche Manager Rumänien als "heiliges Land" bezeichneten. Heute wirkt er gehetzt. Er ist der Hauptverdächtige im derzeit spektakulärsten Korruptionsskandal Rumäniens. Derer gibt es einige. Aber dieser ist anders.

Vlădescu steht auf der einen Seite. Auf der anderen steht Josef H., ein ehemaliger österreichischer Manager des heimischen Baukonzerns Swietelsky. Der Manager hat zugegeben, für Swietelsky Amtsträger in Rumänien bestochen zu haben. Insgesamt sollen von 2005 bis 2015 Bestechungsgelder in Höhe von

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