"Überleben ist ein schwieriges Geschenk"

Nathalie Borgers' Doku "The Remains" erzählt eine Geschichte über Flucht, Tod und beherztes Handeln


INTERVIEW: MICHAEL OMASTA

Feuilleton, FALTER 14/19 vom 03.04.2019

Nach der Odyssee". So lautet der Untertitel von Nathalie Borgers' neuem Dokumentarfilm "The Remains", der die Geschichte der syrischen Familie Jamil erzählt. Sie waren Busunternehmer, als Kurden in ihrem Land aber schon vor dem Krieg lediglich Bürger zweiter Klasse.

Farzat Jamil lebt seit 2014 in Wien, doch als seine Familie die Fahrt über das Mittelmeer wagt, finden 13 Angehörige den Tod. Offiziell gelten sie als vermisst. Das Boot liegt in 95 Metern Tiefe, so gibt es bis heute keinen Ort, an dem die Überlebenden um sie trauern könnten. Mit der Ankunft von Farzats Vater und dreier Schwestern 2017 brechen sich die Emotionen erneut Bahn. Man lernt eine Familie kennen, die durch starke Bande verbunden ist. Doch weder ihre Bemühungen, die Bergung des Wracks zu veranlassen, noch die Bitte, Farzats in völliger Isolation verzweifelnden Bruder nach Wien zu holen, führen zu etwas. Einmal sieht man den Vater, der vor Erschöpfung auf dem Boden neben dem soeben herbeigeschafften Sofa eingeschlafen

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