Der Kampf um Wien

Marcos Nader gegen Gogi Knežević: Am Samstag steigt in Wien der größte Boxkampf seit Jahren. Die Migration hat viele Kampfsportler nach Österreich gebracht. Einblicke in eine schlagende Stadt


Reportage: Lukas Matzinger

Stadtleben, FALTER 15/19 vom 10.04.2019


Foto: Katharina Gossow

Neulich beim türkischen Friseur: „Hast du gesehen? Nader und Knežević beim Interview? Das war so krass.“ Es entflammt eine lebhafte Diskussion darüber, ob die angesprochene Szene noch als Trash-Talk durchgeht oder schon respektlos war und wer die Bounce Fight Night nun gewinnen wird. Fast alle Anwesenden glänzen mit Meinung. Sie auch?

Am kommenden Samstag erlebt Wien den größten Boxkampf der jüngeren Vergangenheit. Unzählige Plakate schmücken die Straßen, die Erste-Bank-Arena in Kagran wird ausverkauft sein, 2000 Menschen werden zwei der besten Boxer Österreichs sehen. Die Veranstalter vermarkten den Abend geschickt als „Kampf um Wien“. Die Fans sind heiß.

Spätestens seitdem die beiden Kontrahenten Marcos Nader und Gogo Knežević einander nach allen Regeln der Provokationspromotion bei einem Interview mit Kurier TV mit einem Glas Wasser benässt beziehungsweise angerempelt haben, hat es ihr Kampf in die Tageszeitungen und Fernsehsender geschafft. Der Boxsport bekommt so viel Aufmerksamkeit wie lange nicht.

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