"Der JAZZ ist nicht für alle"

Mit seinem Sonic Fiction Orchestra bespielt Georg Gräwe derzeit das Porgy & Bess und sorgt damit für ein musikalisches Highlight der Stadt


Porträt: Klaus Nüchtern

Feuilleton, FALTER 15/19 vom 10.04.2019

Er wurde vielfach als einer der herausragenden Free-Jazz-Pianisten der letzten Jahrzehnte gewürdigt und gilt als einer der facettenreichsten europäischen Exponenten zeitgenössischer Musik. Darüber hinaus hält Georg Gräwe aber auch noch einen eigenwilligen inoffiziellen Rekord: Unter allen Musikern, die diese schon betreten haben, hat er wohl die längste Wegstrecke auf der Bühne des Wiener Porgy & Bess zurückgelegt.

Das hat damit zu tun, dass dort seit September vergangenen Jahres das Sonic Fiction Orchestra allmonatlich als Stageband fungiert. Und weil Gräwe dabei die Doppelrolle des Pianisten und Bandleaders zukommt, wechselt er ständig vom Klavierhocker ans Dirigentenpult - eine zugegebenermaßen sehr überschaubare Distanz, die er im Laufe eines Abends aber ziemlich oft zurücklegt. Seine Hände schweben über der Tastatur, artikulieren einige aphoristische Akkorde und Läufe, geben wenige Sekunden später die Einsätze und Anweisungen fürs Orchester: Harfe, Fagott und E-Gitarre

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