Sinfonie aus Eis und Feuer

Es hilft alles nichts: An der Jahrhundertserie "Game of Thrones" führt kein Weg vorbei. Vor Beginn der letzten Staffel ein Versuch, das globale Phänomen zu erklären

Seriegrafie: Barbara Schweizerhof
Feuilleton, FALTER 15/19 vom 10.04.2019

Der höchste Grad an Popularität ist dann erreicht, wenn die Begeisterung von Peinlichkeit kaum mehr zu unterscheiden ist. Mit anderen Worten: Wer derzeit zugibt, ein glühender Fan der Serie "Game of Thrones" zu sein, steht im Grunde genauso blamiert da wie derjenige, der noch nie davon gehört haben will.

Um einem globalen Phänomen wie der HBO-Serie gegenüber Coolness zu zeigen, sieht man sich deshalb dazu verführt, zu den bewährten Mitteln der Blasiertheit zu greifen: Abwerten und demonstratives Drüberstehen. Was ein Grund dafür ist, dass Bemerkungen wie "Ich hab den Mist nach 'ner halben Stunde abgeschaltet" oder "Ich begreif den Hype nicht" gefühlt 50 Prozent der Online-Kommentare zur Serie ausmachen. Die hilflosen Postings sind der beste Beweis dafür, dass man an "Game of Thrones" nicht vorbeikommt.

Was ist dran an der TV-Verfilmung einer Fantasy-Saga, in der der Autor Motive des europäischen Mittelalters mit feuerspeienden Drachen, einer frostigen Armee von Untoten, Blutvergießen

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