Holzer im Grätzel: Liesing

Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang


Florian Holzer

Stadtleben, FALTER 15/19 vom 10.04.2019

Liesing ist ein etwas seltsamer Stadtteil. Nicht zuletzt deshalb, weil der Ort erst seit 1938 zu Wien gehört, aber auch, weil das Zentrum Liesings stark von der (ehemaligen) Brauerei, dem ORG Anton-Krieger-Gasse und dem Seniorenzentrum Liesing geprägt ist, alle drei von gigantischem Ausmaß. Und auch deshalb, weil seit den 50er-Jahren offenbar jedes Jahrzehnt versuchte, am Liesinger Platz ein möglichst hässliches Zeichen zu setzen.

Die 60er-Jahre mit dem Plattenbau auf Nr. 360-368, die 70er mit der hellgelben Bücherei, die 80er mit der Polizeiinspektion und dem Bezirksgericht, das sogar auf diesem Platz wie ein Fremdkörper wirkt, und die Nuller-Jahre schließlich mit einem futuristischen Busbahnhof und dem Einkaufs-, Freizeit-und Wohn-Center Riverside in Form einer Bunkeranlage. Das ist schon wirklich beachtlich.

Und obwohl es Stadtplanung und Architektur zu vermeiden versuchten, herrscht hier trotzdem Leben. In der Café-Konditorei Hirsch immerhin schon seit 105 oder 107 Jahren (so

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