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Pressekolumne


Eva Konzett

Medien, FALTER 15/19 vom 10.04.2019

Fast hätte man die frohe Botschaft unter all den tendenziösen, von zwielichtigen Geldgebern bezahlten Berichten überlesen, dabei hält sie viel Tröstliches bereit: Es gibt ihn noch, den Ort der medialen Unabhängigkeit. Die redliche Redaktion. Den ehrlichen Journalismus. Die Krone höchstselbst hat diesen Ort gefunden. Bei sich selbst. Die Bösen, das sind die anderen. Der Chefredakteur der Salzburg-Krone, Claus Pándi, stellte in seiner Kolumne fest, die Krone sei eine Zeitung, "in der die Unabhängigkeit gegen alle Stürme hochgehalten wird".

Wenig später hatte krone.at einen entschlossen dreinblickenden Innenminister Herbert Kickl in eine Schar heranstürmender Flüchtlinge gephotoshopt. Oder schöne Polizeifotos vom "Ersten Probegalopp für die berittene Polizei" veröffentlicht. Groß auch die Schlagzeile, wonach die Grünen jetzt ALLE (sic) Benziner und Diesel-Autos verbieten wollten. Unterzeile: "Hilft das bei der EU-Wahl?" Die Erklärung, dass es sich um ein Verbot ab 2030 für Neuzulassungen handelt, wie es andere EU-Staaten auch andenken, folgte deutlich kleiner. Dafür gegen alle Stürme.

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FALTER 21/19
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