Landrand Ruralismus

Stopp für Kraftwerk mit Signalwert


Gerlinde Pölsler

Landleben, FALTER 15/19 vom 10.04.2019

Eine überraschende Wendung nahm soeben der Fall Schwarze Sulm. Das geplante Kraftwerk im weststeirischen Natura-2000-Gebiet gilt über Österreichs Grenzen hinaus als Beispiel für den Konflikt zwischen Wasserkraftausbau und dem Erhalt einzigartiger Natur .Ende Februar gab das Land Steiermark grünes Licht für die Rodungen. Doch bevor es losging, ließ der Gemeinderat von Schwanberg mit einem Beschluss aufhorchen: Die Gemeinde gibt ihre für den Bau des Kraftwerks benötigten Grundstücke nicht her.

"Und den Stromstecker steckst beim Rüssel vom Schwein an?", fragte eine Frau per Posting einen, der das gut fand.

Doch Österreich hat bereits 5200 Wasserkraftwerke, viele Flüsse sind über die Grenzen des Naturverträglichen hinaus verbaut. Dabei brauchen wir gerade in Zeiten des Klimawandels und der Dürren widerstandsfähige Gewässer. Bei der Schwarzen Sulm war das Kosten-Nutzen-Verhältnis besonders schief: Auf der einen Seite ein Minikraftwerk, für die Stromversorgung völlig irrelevant. Auf der anderen Seite das Aus für einen der letzten unverbauten Gebirgsflüsse Österreichs. Die Schwanberger haben das nun gestoppt.

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FALTER 21/19
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