Nüchtern betrachtet

Aus der Kindheit einer entzückensbereiten Seele

Feuilleton, FALTER 16/19 vom 17.04.2019

Vor einiger Zeit hat mich die Leiterin eines westösterreichischen Literaturarchivs meiner Frisur wegen mit einem balzenden Haubentaucher verglichen. Sie hat das nicht böse gemeint, und ich habe es auch nicht so aufgefasst: "no offence" -"none taken", wie's in ununterbietbarer britischer Lakonie heißt. Auf die Idee mit dem Haubentaucher ist sie wohl hauptsächlich deswegen gekommen, weil unsere Begegnung an den Gestaden des Starnberger Sees stattfand, wo es natürlich Haubentaucher gibt. Es hat dort auch Gänsesäger, aber obgleich es ohnedies unsinnig ist, ausgerechnet einen Fischallergiker mit Entenvögeln beziehungsweise Lappentauchern zu vergleichen, die sich hauptsächlich von Fischen ernähren, finde ich in der Tat, dass ich einem Haubentaucher wesentlich ähnlicher bin als einem Gänsesäger - durchaus auch wesensmäßig, denn dem Balzgebaren des schräg bemützten Wasservogels, das ich erst vor kurzem im Seewinkel beobachten durfte, kann ich einiges abgewinnen: Wie Haubentaucher

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