Unterwegs Mobilitätskolumne

Lorenz Seidler (aka "eSeL"), Kunstkommunikator: "Ich fahre Lastenrad"

Stadtleben, FALTER 16/19 vom 17.04.2019

Für mich ist das Lastenrad eine eigene Kategorie von Stadtfahrzeug. Ein Kofferraum ohne Auto quasi: Der Transport von zunehmend mehr Fotoequipment bis zu ganzen Ausstellungen durch die galerienreiche Innenstadt nur mit dem "Lasti".

Ein Zweispuriges habe ich nie ausprobiert, ich will ja trotz des Gewichts noch dieses "Carvingfeeling" in der Kurve genießen. Dank niedrigem Schwerpunkt und kleinen Reifen ist es nie wirklich anstrengend (außer, wenn es einmal sehr lang bergauf geht), darum habe ich mich für die Nicht-Elektro-Variante entschieden: Das kann ich noch immer unter "Fitness" verbuchen. Vorne gehen bis zu vier Kinder rein -und es ist immer noch Platz für die Einkäufe. Das Lastenrad verlängert den Kutschiertwerdeneffekt vom Kinderwagen bis ins Volksschulalter. Und man kann damit sogar Pokémon fangen gehen. Weil die Holländer das seit ewig praktizieren, ist es dank EU-Recht auch in unserer StVO nicht mehr verboten, einen Kontrollblick auf die Kinder vorne haben zu dürfen.

Die Kinder nennen das Rad übrigens "Rudi", nach dem Helden in ihrem ersten Verkehrskennenlern-Buch. Und ich verstehe heute gar nicht mehr, wieso ich je gezaudert habe, ein Lastenrad zu kaufen. F

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FALTER 26/19
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