Grantscherm und Mostschädel

Monobrother ist der beste und unauffälligste Rapper des Landes


Begegnung: Sebastian Fasthuber

Feuilleton, FALTER 16/19 vom 17.04.2019

Bin ich überhaupt ein Rapper?" Das Gespräch hat kaum begonnen, schon wird Monobrother grundsätzlich. Die Antwort scheint auf der Hand zu liegen: Klar ist er das. Und was für einer. Textlich ist der hoch aufgeschossene Mann Anfang 30 der Beste seiner Art aus Österreich derzeit. Die Inhalte seiner Stücke kommen extrem verdichtet daher, die Wortspiele dafür umso ausufernder. Er feilt sehr lang daran.

Nur mit dem Begriff Rapper tut er sich immer schwerer: "Da hängt so eine riesige Attitüde mit drin. Und die habe ich nicht." Monobrother bedient nicht den Zeitgeist und zieht folglich auch nicht zehntausende Kids in seinen Bann. Er hat einen guten Vergleich dafür parat, was ihn vom Superstar RAF Camora unterscheidet: "Der ist Mario Barth, ich mache Mini-Kleinkunst. Ich will mir das auch gar nicht anhören, wir bewegen uns in komplett anderen Genres."

Sein neues Album "Solodarität" wird er deshalb auch nicht in der Stadthalle, sondern in der Arena vorstellen. In der kleinen Halle wohlgemerkt.

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