Vis-à-vis vom Penny-Markt

In der Wiener Leopoldstadt hat man eine Straße nach dem Schriftsteller Jakov Lind benannt. Jetzt folgte zehn Jahre danach die Einweihung


Reportage: Michael Omasta

Feuilleton, FALTER 16/19 vom 17.04.2019

Google Maps findet sie nicht, denn in der Jakov-Lind-Straße gibt es keine einzige Hausnummer. Um hinzukommen, benötigt man Ortskenntnisse oder eine genaue Wegbeschreibung: von der U-Bahn-Station auf der Lassallestraße links die Vorgartenstraße hinein, zwei Quergassen weiter bis zur Neubausiedlung, vis-à-vis vom Penny-Markt.

Dort entlang, am Rand einer rundum von Wohnbauten begrenzten Grünanlage, verläuft die 2009 nach dem Schriftsteller und Maler Jakov Lind benannte Straße. Und ebendort fand, auf Initiative der Leopoldstädter Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger und der Exilbibliothek im Literaturhaus, am vergangenen Dienstag die offizielle Einweihung statt.

Lind - 1927 als Heinz Landwirth in Wien geboren, 2007 in London verstorben -arbeitete sich stets von neuem an der eigenen Biografie ab; sie lieferte ihm Stoff für etliche Romane und eine Reihe fantastischer Selbstporträts. 1938 kam er mit einem Kindertransport in die Niederlande, heuerte nach der Besetzung durch die Deutschen

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