Eine Kampfschrift, kein Sachbuch

Die Publizisten Nina Scholz und Heiko Heinisch beschreiben die Gefahren des politischen Islam - und vereinfachen die Lage

Rezension: Thomas Schmidinger
Politik, FALTER 17/19 vom 24.04.2019

Die Politikwissenschaftlerin Nina Scholz und der Historiker Heiko Heinisch haben nach einer Streitschrift über die bedrohte Meinungsfreiheit ("Charlie vs. Mohammed", Passagen-Verlag) nun ein neues Buch über die totalitäre Bedrohung des politischen Islam vorgelegt. Es ist im Molden Verlag erschienen und heißt "Alles für Allah". Es versammelt eine Menge wissenswerter Fakten über den politischen Islam, das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht: Scholz und Heinisch blenden viele Tatsachen aus, die ihre eingängige Erzählung der Gefährdung der offenen Gesellschaft durch den politischen Islam stören.

Ambivalenzen gibt es aber in der Szene des politischen Islam sehr viele, ebenso Konflikte und Spaltungen zwischen verschiedenen Strömungen. Statt diese Spannungen sichtbar zu machen, wird ein kohärentes Bild eines monolithischen "politischen Islam" gezeichnet, in dessen Mittelpunkt die 1928 in Ägypten gegründete Muslimbruderschaft (MB) steht.

Andere Strömungen des politischen

  839 Wörter       4 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Anzeige

Anzeige