"Ich liebe Weiß"

Nach der Flucht aus dem Fernsehbetrieb drehte die Regisseurin Christiana Perschon einen Film über die weibliche Avantgarde


Feature: Michael Omasta

Feuilleton, FALTER 17/19 vom 24.04.2019

Die Kamera surrt, ein Pinsel streicht. Bilder in Schwarzweiß, flackerndes 16 mm, grobkörnig. Arbeiten in einem Atelierraum, Leinwand wird grundiert. Aus dem Off die Stimmen von Frauen, die über die Anfänge ihres künstlerischen Schaffens in den 1970er-Jahren erzählen. Über die gesellschaftlichen Rollenzuweisungen und privaten wie beruflichen Hürden, mit denen sie sich alle damals konfrontiert sahen.

Schon dieser Prolog macht deutlich: "Sie ist der andere Blick" von Christiana Perschon ist kein Film wie jeder andere. Er ist Dokument, künstlerische Annäherung, ein mit filmischen Mitteln geführter Dialog mit kunstschaffenden Frauen einer anderen Generation. "Ich war auf der Suche nach weiblichen Vorbildern", erklärt die Filmemacherin. "Natürlich sind die Rahmenbedingungen heute anders, aber diese ganz persönlichen Fragen -Wie kriege ich Aufmerksamkeit, wie geht sich das Leben in prekären Arbeitsverhältnissen aus? -, die sind biografisch für mich relevant, das wollte ich lernen."

  834 Wörter       4 Minuten
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